Die Jugendzeit

Die Kindheit

Robert Stephensen Smyth Powell wurde am 22. Februar 1857 in London geboren. Sein Vater Baden Powell, anglikanischer Geistlicher und Geometrieprofessor an der Universität Oxford, starb als Stephe (Rufname in der Kindheit) erst drei Jahre alt war. Seine Mutter, Henrietta Grace Powell, musste nun alleine für ihre sieben minderjährigen Kinder Sorgen. Sie konnte allerdings alles so gut unter einen Hut bringen, dass sie neben ihrem sozialem Engagement auch noch genug Zeit für ihre Kinder aufbringen konnte, so dass Sie auch für Stephe zu einer wichtigen Person zu eigenen Charakterbildung und für seine Entwicklung werden konnte. Schon seine Kindheit war von künstlerischen und geistigen Elementen geprägt. Seine Begabung für Illustrationen und Karikaturen entwickelte sich so bereits in der frühen Kindheit. Ebenso begann er früh tiefer über etwas nachzudenken. So schrieb er, als er acht Jahre alt war, "Gesetze für sein künftiges Leben" nieder, weil er die Welt für verbesserungswürdig empfand. Seine Mutter vermittelte ihm vor allem durch natürliche Erziehung praktische Lebensregeln.

 

Die Jugend

Als Stephe dreizehn war, wurde ihm vom Duke of Marlborough ein Stipendium für die Charterhouse-School spendiert (1870-1876). Seine schulischen Leistungen waren allerdings in nahezu allen Bereichen nur durchschnittlich. Eine Ausnahme aber waren Fächer wie Musik, Zeichnen oder Sport. Bereits in der Schulzeit zeigte sich außerdem sein Interesse am Theaterspielen.

Hier kam auch der erste Kontakt zu Militärtechniken zustande. Um seinen Schülern in der "ewigen Fehde" zwischen den Charterhouse-Boys und den Metzgerjungen zu helfen, erklärte Haig Brown (Old Bill) die Wirkung eines Angriffs von den Flanken her. Als 1872 die Charterhouse School nach Goldaming auf das Land verlegt wurde, begann für BP eine sehr prägende Zeit. Das wilde Buschwerk und der unberührte Wald in unmittelbarer Umgebung des College besaßen eine große Annziehungskraft. Hier fing er an die Natur zu beobachten und übte sich dabei natürlich auch in den Scouttechniken. So lernte er z.B. schnell, wie man sich anschleichen muss, Wild beobachten kann und einen Hasen über rauchlosem Feuer zubereitet. Einen besonderen Reiz hatte das Verstecken vor Lehrern, die ihn so oft vergeblich suchen mussten.
Genauso wichtig aber war ihm der nahe Kontakt mit seinen Brüdern. Für Stephe und seine Brüder hatten zahlreiche abenteuerliche Aktionen und Ferienfahrten große Bedeutung. Unter anderem unternahmen Sie gemeinsame Erkundungsfahrten mit dem Faltboot ins Landesinnere und machten Seefahrten in den Küstengewässern Englands und Schottlands mit einem selbstumgebauten alten Kahn mit dem Namen "Koh-i-noor". Diese Unternehmungen waren nicht nur wegen der nötigen Teamarbeit wichtig. Sie verlangten darüber hinaus auch nach Eigenschaften wie Mut, Ausdauer, Disziplin und Verlässlichkeit. Damit förderten diese außerschulischen Aktivitäten Eigenschaften, die im Schulsystem schon damals vernachlässigt wurden.
Mehr schlecht als recht beendete BP 19jährig im Jahre 1976 die Schule. Für eine weitere schulische Bildung in Oxford reichte sein gewonnenes Wissen damit allerdings nicht. Bei ihm wurde eine zu geringe Wissensleistung festgestellt. Somit stand eine Berufswahl bevor. Baden Powell entschloss, sich beim Militär zu bewerben.

 

Literatur

  • Hans E. Gerr. Pfadfindererziehung. Hg. Klaus Hinkel. Baunach: Deutscher Spurbuchverlag, 1996
  • Walter Hansen: Der Wolf, der nie schläft
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